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20.11.2017 - 10:38

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Wing Chun

In der nördlichen chinesischen Provinz Henan stand der Tempel des Shaolin, das Zentrum des Kung Fu. Doch am Beginn des 17 Jahrhunderts wurde der Tempel bis auf die Grundmauern niedergebrannt und es gab nur fünf Überlebende der Katastrophe, darunter die Nonne Ng Mui. Als politisch Verfolgte flüchtete sie und versteckte sich im daoistischen Tempel am Berg Tai Leung. Am Fuße des Berges lebte das arme, aber sehr hübsche Mädchen Yim Wing Chun. Ihr Vater verkaufte einfache Lebensmittel (Bohnen, Tofu, etc.) und Ng Mui war dort Kundin. Eines Tages fand Ng Mui das Mädchen Yim Wing Chun weinend vor. Der ortsbekannte Verbrecher Tiger Wong wollte sie zu seiner Frau nehmen. Seit sie ihn abgewiesen hatte, da sie einen anderen liebte, machte Tiger Wong ihr und ihrer Familie das Leben schwer und setzte sie furchtbar unter Druck. Ng Mui gab Yim Wing Chun den Rat, von ihm eine Frist von sechs Monaten zu verlangen bevor sie seine Frau werde. Tiger Wong war einverstanden. Ng Mui begann nun, das junge Mädchen in einem Kung-Fu-Stil aus dem Shaolin-Tempel mit Namen mui fa chuan zu unterrichten. Yim Wing Chun erwies sich als hervorragende Schülerin, doch bald erkannte sie, dass der Stil zu komplex war und viele sehr kraftaufwendige Techniken beinhaltete, die für eine Frau sehr schwierig anzuwenden waren. Also modifizierte sie den Stil und machte ihn unkomplizierter und effizienter. Nach Ablauf der Frist trat sie vor Tiger Wong und sagte ihm, dass er zuerst gegen sie kämpfen müsse, damit sie sehen könne, was für ein Mann er sei. Lachend willigte er ein, das Lachen verging ihm allerdings sehr schnell, als sie ihn besiegte. Ein neuer Kampfstil war geboren und trug fortan den Namen Wing Chun (bedeutet übersetzt etwa 'immer währender Frühling'). Yim Wing Chun konnte nun den Mann heiraten, den sie wirklich liebte. Er hieß Leung Bok Cho und wurde von ihr in der neuen Kampfkunst unterrichtet. Wing Chun wurde bis ins 20.Jahrhundert immer von Meister zu Schüler weitergegeben.

Von Großmeister Leung Jan bis heute

Mitte des 19.Jahrhunderts lebte der berühmte Arzt und Wing Chun Großmeister Leung Jan, der, obwohl ihn zeitlebens Kämpfer aus ganz China herausforderten, nie besiegt wurde, was ihm den Titel "König des Wing Chun" einbrachte. In Fatsan unterrichtete Leung Jan einige Schüler, darunter seine beiden Söhne Leung Bik und Leung Chun, sowie den später bekannten Großmeister Chan Wah Shun. Im Alter von 70 verließ Leung Jan Fatsan und kehrte in seinen Heimatort Gulao zurück. Nach alter Tradition übernahm nun der Kung-Fu-Meister die Ausbildung der Dorfjugend. Der Kung-Fu-Unterricht hatte zwei Ziele, einerseits die praktische Anwendung, andererseits geistige und körperliche Gesundheit sowie die Stärkung des Charakters. Um dieses zweite Ziel zu erreichen, unterrichtete er eine andere etwas traditionellere Richtung des Wing Chun, die als Gou-Lao-Linie bekannt wurde. Von seinen Schüler in dieser Linie ist vor allem Wong Wah Saam zu nennen. Aus der Gou-Lao-Linie entwickelte sich wiederum das Pin San (das seitlich kämpfende) Wing Chun.
Ein wichtiger Vertreter der Gua-Lao/Pin-San-Linie wurde der spätere Großmeister Lee Shing, der, als er zwar noch jung, aber schon ein erfahrener Wing-Chun-Meister war, Richtung Hong Kong reiste, um von dem damals berühmten Großmeister Ng Jung So (dem ältesten Schüler des bereits verstorbenen Chan Wah Shun) zu lernen. In weiterer Folge lernte er auch andere Meister kennen, mit denen er einen regen Austausch pflegte. Letztlich begegnete er sogar Großmeister Yip Man (Lehrer des Bruce Lee – siehe Foto links unten: Yip Man im Chi Sao Training mit Bruce Lee), mit dem er in Hong Kong trainierte. Yip Man war es auch, der Lee Shing als Chairman of European Wing Chun einsetzte. 1956 brachte Lee Shing als Erster Wing Chun nach Europa.
Einer von Lee Shings Schülern war der jetzige Großmeister Austin Goh, von dem der nunmehr für Österreich verantwortliche Meister Perry Zmugg lernte und auch nach wie vor noch lernt. Meister Perry Zmugg ist stets bemüht, diesen ausgesprochen umfangreichen, vielseitigen und sehr effektiven Wing-Chun-Stil an seine Schüler weiterzugeben und ihre Fähigkeiten mit immer mehr Übungsvarianten ständig zu verbessern. Seit 2000 unterrichtet Meister Zmugg Wing Chun Kung Fu in seinem Vollzeitkampfkunstzentrum in Graz. Seit mehreren Jahren schon unterrichten seine Schüler diesen Stil ebenfalls in Wien.

Die Charakteristik

Wing Chun ist ein südchinesischer Kung-Fu-Stil, der sich aus dem Shaolin Kung Fu entwickelt hat.
Der Legende nach als einziger Kung-Fu-Stil von einer Frau entwickelt, basiert dieser Stil nicht auf großer Kraft, vielmehr wird versucht die Kraft des Gegners gegen ihn selbst zu wenden. Mit der Entwicklung des Wing Chun Kung Fu sollte ein Kampfstil geschaffen werden, der einerseits verhältnismäßig leicht zu erlernen ist (verglichen mit der klassischen Shaolin-Kung-Fu-Ausbildung von mindestens 18 Jahren bei täglichem Training) und andererseits ein probates Mittel gegen jeden erdenklichen Angriff darstellt. Unabhängig von Stärke und Kampfstil des Angreifers soll es mit Wing Chun Kung Fu (als universales Antisystem) möglich sein, jeden Gegner zu überwinden. Obwohl Wing Chun immer zu den weichen Kampfkünsten gezählt wird, ist es in Wahrheit der Versuch eines Mittelweges zwischen hart und weich. Der Weg eines Wing-Chun-Übenden beginnt weich und wird erst später, wenn bereits ein Gespür für den Druck und die Impulse des Gegners besteht, härter.
Im Zentrum des Stils steht die Effektivität, daher wird auf akrobatische Einlagen verzichtet. Eine Charakteristik des Wing Chun ist die Gleichzeitigkeit von Bewegungen, entweder von Angriff und Verteidigung bzw. von mehreren Angriffen (z.B. gleichzeitig Punch und Kick).
Bei Wing Chun Kung Fu wird auf engstem Raum gekämpft, was einem geübten Wing-Chun-Kämpfer ermöglicht auf Impulse des Gegners zu reagieren. Diese Besonderheit führt dazu, dass nach ausführlichem Chi-Sao-Training (klebende Hände) sogar blind gekämpft werden kann. Unabhängig von optischen Einflüssen, ist Wing Chun somit ein sehr schneller und dynamischer Kampfstil. Obwohl es sich bei Wing Chun um eine traditionelle Kampfkunst mit entsprechendem ganzheitlichen Hintergrund handelt, zählt Wing Chun zu den effektivsten Selbstverteidigungstechniken überhaupt und wird weltweit von vielen Spezialeinheiten trainiert.

Pin San Kuen Wing Chun

Wenn man sich über Wing Chun informiert, stellt man schnell fest, dass es die verschiedensten Stile mit den unterschiedlichsten Schreibweisen gibt.
Darum wollen wir nun versuchen, die Besonderheiten des von uns praktizierten Pin San Wing Chun zu charakterisieren.
Pin San Wing Chun zählt zu den vielseitigsten der im Westen unterrichteten Wing-Chun-Richtungen, da der Stil über mehr Formen verfügt als die meisten anderen Wing-Chun-Stile.
Pin San Wing Chun versteht sich wirklich noch als Kampfkunst und nicht nur als reines Selbstverteidigungssystem.
Der charakteristischste Unterschied liegt aber sicher darin, dass Pin San Wing Chun nicht nur den Angriff über die Frontalline kennt, wie andere Stile, sondern auch seitlich kämpft (Pin San = seitlicher Körper).
Der Stil wurde 1956 von Großmeister Lee Shing als erster Wing-Chun-Stil nach Europa gebracht. Die Vielfalt des Stils erklärt sich durch den Umstand, dass Großmeister Lee Shing unterschiedliche Wing-Chun-Richtungen in seine Lehre eingebunden hat.